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Mineralogische Hauptstadt Polen

Mineralogische Hauptstadt Polens, Mineralien – Bodenschätze, die bei uns zu finden sind , Warum Wallonen? 


Mineralogische Hauptstadt Polens

Mineralogische Hauptstadt Polens
Szklarska Porêba bewirbt sich um den Namen der Mineralogischen Hauptstadt Polens und das mineralogische Angebot wird von Jahr zu Jahr immer reicher. Es wurden in Riesengebirge und Isergebirge über 50 allgemein auftretende Mineralien klassifiziert und viele von ihnen haben die Eigenschaften der Edelsteine und Halbedelsteine, u. a. Amethyste, Bergkristalle, Achate, Turmaline, Olivine, Hyazinthe – rot-bräunliche Abart des Zirkons, Iserin – Abart des Ilmenits, Morione, Avanturin, Beryll, Turmalin, Aquamarin, Topas, Mondstein. Unser Gebirge und sein Reichtum wurden von den mittelalterlichen Kennern der Geologie und des Bergbaus – Wallonen gerühmt. Mancher bereicherte sich dank den Zügen in den damals entfernten Erdwinkel Europas. Bis heute kann man ohne viel Mühe In den Bergbächern und In den Felsen echte Bodenschätze finden. Bei der Suche leisten Hilfe die Sudetenbergführer, Wallonen, Mitglieder des Sudeten-Vereins der Wallonen 

1999 wurde in Szklarska Porêba der Sudeten-Verein dre Wallonen gegründet, und versammelte Menschen, die wallonische Traditionen fortsetzen wollten, indem sie die Stadt als Mineralogische Hauptstadt Polens fördern. Sitz des Vereins ist die Alte Wallonenhütte. Die Liebhaber der Geologie, Sammler der Steine und Mineralien werden eingeladen

Stara Chata Waloñska (Alte Wallonenhütte) , ul. Ko³³¹taja 12, Tel. 717 29 56
Sitz des Sudeten-Vereins der Wallonen. Gerade hier können Sie den Großen Wallonenmeister, den wallonischen Sagen zuhören oder an den geheimen wallonischen Zeremonien im Machtkasten teilnehmen. Zur alten Wallonenhütte führt die schwarze Route.

Museum der Erde Juna und Hunger-Schenke, ul. Jeleniogórska 9, Tel.717 32 87. Die ursprüngliche Funktion dieser Stelle war ein Wachturm am Tschechischen Steg (Czeska Œcie¿ka), eine der ältesten bekannten Routen, die über den Kamm des Riesengebirges führten. Am Wachturm entstand die Schenke, die die Reisenden bediente, gegenwärtig wird sie Hunger-Schenke genannt, deren Name mit dem Bau des sog. Hungerwegs aus Piechowice durch Szklarska Porêba nach Harrachov verbunden ist. Im Moment befindet sich hier das Museum der Erde und die Wallonische Hunger-Schenke, in der man die Spezialitäten der armenischen Küche genießen kann.

Museum für Mineralogie, ul. Kiliñskiego 20, Tel. 717 35 37
Vor dem Gebäude befinden sich die Baumstämme des Karbonischen Waldes, und unter den Exponaten Felsen und Mineralien aus der ganzen Welt, ein reiche Sammlung der Mineralien des Riesengebirges, ein Dinosaurierei, Meteorit, insgesamt über 2 Tausend Exemplare. Im Saal im Erdgeschoss gibt es eine Ausstellung die den Dinosauriern gewidmet wurde. In der Kollektion befand sich Polens größte Diamant (10 Karate) im echten Fels (Kimberlit), der 2002 gestohlen wurde. Im Schaukasten blieben Fotos und die seine Beschreibung. 


 


Mineralnie – Bodenschätze, die bei uns zu finden sind

Bergkristall – reine, transparente, gut geformten Quarzkristalle. Der Name stammt von dem griechischen Wort krystallos – kristallinisch. Die Alten meinten, dass Bergkristall ist Eiskristall, der die Götter gefrieren ließen und zur Erde sandten: daher kommt der Glaube an seine besonderen Heil- und magischen Eigenschaften. Die Eigenschaft des Bergkristalls ist eine „Reinigkeit” 


Amethyst – eine kostbare Juwelier-Abart eines Quarzes mit der violetten oder purpurroten Farbe. Der Name des Kristalls stammt von dem Griechischen Wort "methystos" – betrunken und In Verbindung mit der Negation – a – amethystos bedeutet nicht betrunken. Die alten Griechen schütteten den gepulverten Amethyst in die Getränke hinein, um den Alkoholfolgen zu vorbeugen. Seine schöne Farbe verdankt er den durch Eisverbindungen ausgelösten farbigen Zentren. Die Eigenschaft des Amethysts ist eine „Verwandlung“. 

Rauchquarz – Abart des Quarzes mit der hellbeigen, braunen oder beinahe schwarzen Farbe. Er tritt gewöhnlich in Form der großen, gut geformten Kristalle auf. Dunkelbraune Farbe der Kristalle kann durch die Beimischungen Al. (farbige Zentren), Distribution der koloidalen Strukturen, organische Beimischungen oder Wirkung der radioaktiven Strahlung verursacht werden. Die Eigenschaft des Rauchquarzes ist eine „Aufgabe, Herausforderung“


Pyrit – Mineral aus der Gruppe der Sulfide: dimorphisch mit Markasit. Der Name stammt von dem Griechischen Wort pyr – Feuer, denn es funkelt beim Reiben. Mit der hellgelb-messingähnlichen Farbe wurde es oft mit Gold verwechselt und deswegen „das Gold der Dummen“ genannt. Die Pyritkristalle treten meistens in Form der schön gestalteten Würfel auf. Die Eigenschaft des Pyrits ist eine „Lösung“. 


 


Warum die Wallonen ?

Wallonen – sind ein romanisches Volk, das während Galliens Eroberung von Römern einwanderte und sich im an Naturschätzen reichen Rayon, auf dem Gebiet des heutigen Belgiens, Südfrankreichs, Saarlandes niederließ. Wallonen waren Fachleute für Gewinnung und Verarbeitung der Naturschätze, auch Gewinnung von Silber, gediegenem Gold und Edelsteinen. Deshalb wurden sie auf den Fürsten- und Kaiserhöfen sehr geschätzt. Im Mittelalter waren sie nicht viele. Sie bildeten eine spezifische Kaste, die das Geheimwissen besaß, ähnlich wie Alchimisten oder Astrologen. Sie hatten einen großen Einfluss auf damalige Machthaber. Sie beschäftigten sich nicht mit der schweren Arbeit, nahmen bloß Proben und prüften den Inhalt der Lagerstätte. Erst später wurden alle, die an den Förderarbeiten teilnahmen, Wallonen genannt. Es war von der Nationalität nicht abhängig, sie hatten nichts Gemeinsames mit diesem romanischen Volk. Jeder, der nach Schätzen suchte, wurde Wallone genannt.

Aus der Dokumentation wissen wir, dass die Wallonen schon im XI. Jahrhundert im Sudetengebiet für Piastenfürste arbeiteten. In Flussgebieten von Kamienna und Szklarka und auf dem Hohen Isergebirgskamm fanden sie nicht nur Gold und Edelsteine, sie entdeckten auch Pyritlagerstätten (Eisensulfid), auf Basis deren Eisen ausgeschmolzen und Schwefelsäure produziert wurden. Die Überreste der Pyritgewinnung bilden die iesigen Abbaugruben auf dem Gebiet von Zbójeckie Ska³y von vor hunderten von Jahren. An der Mündung von Szklarska Struga In Kamienna gibt es die Grundmauer des alten Herstellerwerkes der Schwefelsäure. 


Den Vorstellungen zuwider bildeten den größten Schatz nicht Edelsteine. Auf Basis der Quarzlagerstätten und der zahlreichen Wasserläufe entwickelte sich das Glaserhandwerk, das die Grundlage zur Entwicklung der Besiedlung schaffte. Die wichtigste Ausfallbasis der Schatzgräber war Szklarska Porêba Dolna, die damals Stara Wies genannt wurde. Sie lag an der ältesten Route aus Schlesien nach Tschechen. Es war die älteste Route des westlichen Teils des Riesengebirges und sie war in den mittelalterlichen Sagen und Glossen als sogenannte Czeska Œcie¿ka erwähnt. Auf dem Gebiet von Stara Wieœ befanden sich zwei wichtige Stellen. Die erste war Orla Ska³a (Adlerfels) mit einer Kapelle, in der jeder Wallone 7 Tage lang fastete und an sieben Messen teilnahm, bevor er zur Arbeit auszog. Hier wurde auch alle seine Werkzeuge geweiht und nach der Beichte und der heiligen Kommunion sicherte er zu, dass er das gefundene Gut rechtschaffen teilt. Die Hälfte davon ging auf das Konto des Landesinhabers Schaffgotsch. Die zweite Hälfte musste er unter sich selbst und die Kirche in zwei Hälfte einteilen. Er war verpflichtet, von seinem Viertel noch Almosen und einen Teil an den Unterhalt des Schulzenamtes zu geben. Davon blieb ihm nicht viel übrig. Die, die die Zusicherungen nicht einhielten, wurden streng bestraft. Einmal im Jahr wurden Urteile vom aus Jelenia Góra kommenden Schulzen gefällt. Sie wurden in der Gerichtsschenke, gegenüber der alten Linde, erlassen. Die Linde besteht dort bis heute und ist ein Naturschutzdenkmal. 


Nicht weit von der Kapelle am Adlerfels befindet sich die zweite Stelle, die der wallonische Wegweiser oder „Zuckerkopf“ genannt wird, heute ist es als „Chybotek „bekannt. Dort wurden die Heidenopfern (auch die blutigen) gebracht, denn die Wallonen fanden, sie hätten sich nicht nur die Gunst der himmlischen, sondern auch der bösen Mächte erwerben müssen. Obwohl „Hauptschatz“ von Szklarska Porêba war eher Glas als Gold – es war hier damals und ist bis heute. Die breiteste Quarzader, die in Europa auftritt, ist die, die von Izerskie Garby ( Isergebirgssatteln), am Rozdro¿e (Kreuzweg) bis Kamieniecki Grzbiet läuft. Sie ist einige Kilometer lang. Sie wird dauernd seit frühem Mittelalter pausenlos ausgebeutet. Es ist bekannt, dass wo es Quarz der hydrothermalen Abstammung gibt, tritt bei hohem Druck und Wirkung der Wasserlösungen die Selektion von verschiedenen chemischen Verbindungen auf. Deswegen treten Quarzabarten in Isergebirge mit Gold auf, aber es lohnt heute sich niemand es zu gewinnen. 


Es gibt auch Edelsteine: Quarze – wie Amethyst , Bergkristall und der goldenbräunliche Rauchquarz, Granaten – Pyrit und Chakopyrit und auch Pyrop – roter Granat. Es wurden hier auch Saphire, Smaragde, Rubine und Zirkone gewaschen. Es gibt sie noch heute, aber nur als feine Bröckchen sind sie eher die Merkwürdigkeit.

Wallonische Bücher haben den großen historischen Wert und zeugen vom ewigen Traum des Menschen vom Reichwerden. Auch heute kommen viele Amateure – Liebhaber der Mineraliensuche. Davon zeugen zahlreiche Kollektionen der Sammler, schöne Exemplare von Schätzen unseres Gebirges im Museum der Erde und im Museum für Mineralogie. 
Text: Juliusz Naumowicz 
 

 

 

   
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