Schreiberhau (Szklarska Poręba) strebt die Ernennung zur Mineralogiehauptstadt Polens an, und das mineralogische Angebot wird von Jahr zu Jahr reicher. Derzeit sind über 50 Mineralien des Riesen- und des Isergebirges klassifiziert und viele von ihnen haben die Eigenschaften von Edelsteinen und Halbedelsteinen u.a. Amethyste, Bergkristalle, Rauchquarze, Achate, Turmaline, Olivine, Jacinthe – eine dunkelrote Art des Zirkon, Iserine – eine Art von Ilmeniten, Morione,Aventurin, Beryll, Turmalin, Aquamarin, Topaz, Mondstein. Die mittelalterlichen Kenner von Geologie und Bergbau, die Wallonen rühmten unsere Berge und ihren Reichtum. Nicht wenige von ihnen kamen dank der Expetitionen in diese damals entlegene Gegend Europas zu Reichtum. Bis heute kann man in den Gebirgsbächen und Felsen ohne Schwierigkeiten wahre Schätze der Erde finden. Bei der Suche helfen Fremdenführer der Sudeten und Wallonen, Mitglieder der Sudetischen Wallonenbrüderschaft.

Im Jahr 1999 entstand in Schreiberhau (Szklarska Poręba) die Sudetische Wallonenbrüderschaft, die Personen versammelt, die die Tradition der Wallonen fortsetzen wollen und dadurch die Stadt als Mineralogiehauptstadt Polens propagieren. Sitz der Brüderschaft ist eine alte Wallonenhütte.

Liebhaber der Geologie und Sammler von Steinen und Mineralien laden ein:

  • Mineralogiemuseum, ul. Kilińskiego 20, Tel. 607 100 880,
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.sokolowski-muzea.pl
    Vor dem Gebäude befinden sich Baumstümpfe des Waldes aus dem Karbon und unter den Exponaten Steine und Mineralien aus der ganzen Welt, eine reiche Sammlung von Mineralien aus dem Riesengebirge, zwei Dinosauriereier, insgesamt 7 Dinosauriernester, ein Meteorit, insgesamt über 3000 Exponate. Zusätzlich wird seit 3 Jahren ein schwarzer Diamant mit 14 Karat ausgestellt. Der Saal im Erdgeschoss ist den Dinosauriern gewidmet. Mehr ...

  • Alte Wallonenhütte, ul. Kołłątaja 12, Tel. 075 717 29 56
    Sitz der Sudetischen Wallonenbrüderschaft. Hier kann man den großen Wallonenmeister treffen, den Wallonensagen zuhören oder an den geheimnisvollen Wallonenbräuchen im Kraftkessel teilnehmen. Der Besuch muss vorher gemäß der Grundregel "ein angemeldeter Gast – ein gern gesehener Gast" angemeldet werden. Zugang zur alten Wallonenhütte über den schwarzen Wanderweg. Mehr...

  • Regionalmuseum Juna und die Hungerbaude (Karczma Głodowa), ul. Jeleniogórska 9, Tel. 075 717 32 87.
    Die erste Funktion dieses Ortes war die als Grenzhütte in der Nähe des Böhmischen Pfades, einem der ältesten bekannten Pfade über den Kamm des Riesengebirges. Bei der Grenzhütte entstand eine Baude, die die Reisenden versorgte, die heutige Hungerbaude (Karczma Głodowa). Ihr Name kommt vom Bau der so genannten Hungerstraße von Piechowice über Schreiberhau (Szklarska Poręba) nach Harrachov. Heute befindet sich hier das Regionalmuseum. Mehr ...

Mineralien – Schätze der Erde, die man bei uns finden kann

  • Bergkristall - reine, durchsichtige, gut ausgebildete Quarzkristalle. Der Name kommt vom griechischen Krystallos - kristallisch. In der Antike wurde angenommen, das der Bergkristall in Eiskristall ist, der durch Gott eingefroren und auf die Erde gesandt wurde: daher der Glaube an seine besonderen heilenden und magischen Eigenschaften. Die Eigenschaft des Bergkristalls ist "Reinheit".

  • Amethyst – wertvolle Quarzart von violetter, rotvioletter oder purpurner Farbe. Der Name des Kristalls kommt vom griechischen Wort "methystos" – betrunken und in Verbindung mit der Verneinung - a - amethystos bedeutet nicht betrunken. Die antiken Griechen schütteten gemahlenen Amethyst in die Getränke um den Alkoholfolgen vorzubeugen. Seine wunderschöne Farbe verdankt er der Anwesenheit von Farbzentren, die durch Eisenverbindungen hervorgerufen werden. Eigenschaft des Amethyst ist "Veränderung".

  • Rauchquarz – Quarzart von hellbeiger, brauner oder fast schwarzer Farbe. Er tritt gewöhnlich in Form von großen, gut ausgebildeten Kristallen auf. Die dunkelbraune Farbe der Kristalle kann durch die Beimischung von AL (Farbzentren), die Verteilung von Kolloidverbindungen, die Anwesenheit von organischen Beimischungen oder radioaktive Strahlung hervorgerufen werden. Die Eigenschaft des Rauchquarzes ist "Aufgabe, Herausforderung".

  • Piryt – Mineral der Gruppe der Sulfide: dimorphisch mit dem Markasit. Der Name kommt vom griechischen pyr - Feuer, da er bei Reibung blitzt. Helle messinggelbe Farbe, undurchsichtig. Aufgrund seiner Farbe wird er oft mit Gold verwechselt und daher „Dummengold” genannt. Die Pirytkristalle treten am häufigsten in Form von wunderschön ausgebildeten Würfeln auf. Die Eigenschaft des Piryt ist "Lösung".