Schreiberhau (Szklarska Poręba) identifiziert sich wie keine andere Stadt im Riesengebirge mit der Gestalt des Berggeistes.

Inmitten der grünen Wälder, im Tal des Flusses Kamienna, an den Hängen des Riesen- und Isergebirges erstreckt sich ein magischer Garten der Geschichte, Tradition, des Glaubens, der Magie und Natur. Sein ungekrönter Führer ist der Berggeist, genannt: Rübezahl.

Unvorhersehbar wie die Naturgewalten. Wie sie manchmal rücksichtslos und grausam, manchmal gütig und fürsorglich. Der Herr auf seinen Gütern, die unterirdischen Schätze streng behütend und sich sorgsam um die lebenden Geschöpfe kümmernd, die in den Grenzen seines Königreichs wohnen. Wahrscheinlich ist er so alt wie die Berge selbst.

Die Gestalt des Berggeistes regte über Jahrhunderte die Gedanken und das Vorstellungsvermögen derer, die im Riesengebirge wohnten oder es besuchten an. Mehr...

Rübezahl ist eine Gestalt, die sich für immer in die derzeitige Realität unserer Stadt eingeprägt hat.

Seit über 10 Jahren wirkt unterhalb Reifträgers (Szrenica) die Sudetische Wallonenbrüderschaft, die an die Geschichte der Wallonen anknüpft, welche vor über tausend Jahren auf diesem Gebiet ansässig waren und Mineralien und Edelsteine suchten!

Diese Schatzsucher, an vielen europäischen Höfen für ihre Kunst geschätzt, waren die ersten Verbreiter der Legenden über das Riesengebirge.

Die heutigen Wallonen, das sind Gebirgsbewohner, Schatz- und Steinsucher und vor allem Liebhaber der Stadt Schreiberhau (Szklarska Poręba). Mit Erfolg verbreiten sie die Idee der mittelalterlichen Wallonen unter den Einwohnern und Touristen, die hierher zur Erholung kommen.

Mit einer Wanderung auf dem ausgeschilderten Weg des Berggeistes kann man die Stadt und ihre Umgebung kennenlernen. Diese Mischung aus Geländespiel, Geschichte und Natur erfreut sich riesiger Beliebtheit unter den Gästen, die Schreiberhau (Szklarska Poręba) besuchen.

Im Zentrum der Stadt, imRadio Trójka Park steht eine Metallskulptur des Berggeistes von Grzegorz "Grauer" Pawłowski. Die mehr als 3 Meter hohe Figur wurde im Ganzen aus Metall in einer Technik geschaffen, die nur dem Autor selbst bekannt ist. Das älteste Bild des Berggeistes aus dem Jahre 1561 stammt vom deutschen Kartographen Martin Helwig.

Die Stadt Schreiberhau (Szklarska Poręba) gab die Anfertigung der Skulptur in Auftrag um das Bild des Herrschers des Riesengebirges nicht als gekrümmten Alten mit Bart sondern als starken Hüter der Bergschätze zu festigen. Der Künstler verfügte zur Anfertigung der Figur nur über Skizzen der Gestalt im Profil. Um sie als dreidimensionale Skulptur entstehen zu lassen, musste Grzegorz Pawłowski viel Phantasie und Vorstellungskraft walten lassen. Der Effekt ist einen Besuch wert.

Unweit des Hauses der Brüder Hauptmann (Filiale des Riesengebirgsmuseums) entsteht der Garten des Berggeistes – ein Lehrweg, der dieser legendären Gestalt gewidmet ist.

In dem Garten sollen Skulpturen des Rübezahl, Höhlen mit Wallonenschätzen und Nachbildungen von Bergwerksstollen zu finden sein. Es sind auch Spielplätze mit Blick auf das Riesengebirge geplant. Im Riesengebirgsmuseum kann man schon jetzt eine ständige Ausstellung zum Thema Rübezahl besichtigen.

Der Rübezahl ist eine lebende Legende, die das moderne Schreiberhau (Szklarska Poręba) mit seiner Geschichte vereinigt. Er erinnert uns jeden Tag daran, dass wir an einem magischen Ort wohnen, wo sich die Schönheit der Natur mit den modernsten Errungenschaften der Zivilisation verflicht.
Text: Anita Kaczmarska

Der Berggeist führt uns zurück in die Vergangenheit, um dort weitere Inspirationen zur Bereicherung der Stadt – der magischen Stadt des Berggeistes- zu suchen.

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